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Zusammenziehen und glücklich bleiben – das solltet ihr beachten

Zusammenziehen und glücklich bleiben – das solltet ihr beachten

Die meisten Paare stellen sich irgendwann die Frage, ob sie zusammenziehen sollen. Haben sie sich erst einmal dafür entschieden, können sie es meist kaum noch erwarten, Tisch und Bett miteinander zu teilen und malen sich das Zusammenleben in den schillerndsten Farben aus. Doch bei aller Vorfreude gibt es einiges zu beachten, damit aus dem Traum vom gemeinsamen Zuhause nicht ein Albtraum wird, der die Beziehung belastet.

Wenn auch du planst, in naher Zukunft mit deinem Partner oder deiner Partnerin zusammenzuziehen, haben wir ein paar Tipps für dich zusammengestellt, damit das Projekt “Zusammenwohnen“ eure Liebe stärkt, anstatt sie auf eine harte Probe zu stellen.

Überlegt euch, warum ihr zusammenziehen wollt

Es klingt banal und doch ist es so wichtig, dass ihr über die Gründe für euer Zusammenziehen sprecht. Ist es nur, weil einer von euch beiden sein WG-Leben satthat oder seine Wohnung verliert? Möchtet ihr vielleicht Geld sparen, indem ihr euch die Miete teilt oder wünscht ihr euch beide heiß und innig, jeden Morgen nebeneinander aufzuwachen und euren Alltag gemeinsam zu meistern? Je klarer ihr euch darüber werdet, was ihr euch von eurem Zusammenleben versprecht, desto besser wird es euch gelingen, euch aufeinander einzustellen. Natürlich solltet ihr dabei ehrlich miteinander sein. Denn wenn ihr aus unterschiedlichen Motiven heraus zusammenzieht, die erst im Nachhinein zum Vorschein kommen, sind Konflikte vorprogrammiert. Der schönste Grund, den es für das Zusammenziehen geben kann, ist natürlich eure Liebe und der Wille, eure Partnerschaft zu festigen und weiterzuentwickeln.

Macht euch Gedanken über den richtigen Zeitpunkt

Ihr kennt euch womöglich erst kurz und seid euch trotzdem sicher, dass ihr unbedingt zusammenziehen möchtet? Bei manchen Paaren funktioniert das tatsächlich ohne Probleme. Andere stellen nach kurzer Zeit fest, dass sie den jeweils anderen doch noch nicht so gut kennen, wie sie gedacht hatten und bereuen, dass sie sich zu früh auf das Abenteuer “Zusammenleben“ eingelassen haben. Es kann auf jeden Fall nicht schaden, sich erst einmal besser kennenzulernen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie der andere tickt und was ihm wichtig ist. Doch Vorsicht: Zu lange mit dem Zusammenziehen zu warten, kann dazu führen, dass ihr beide keine Lust mehr darauf haben, euer gewohntes Umfeld zu verlassen und eure Lebensweise umzustellen. Auch dagegen spricht nichts, sofern ihr beide mit der Situation zufrieden seid.

Erschafft euch ein Zuhause, in dem ihr euch beide wohlfühlt

Viele Paare entscheiden sich dazu, die Wohnung des einen oder anderen Partners zu einem gemeinsamen Nest umzufunktionieren – entweder, weil diese größer oder vielleicht günstiger ist. Dann muss einer von beiden häufig den Großteil seines Hausstandes auflösen, weil die zukünftige gemeinsame Wohnung bereits voll ausgestattet ist. Der andere wiederum muss in seiner Wohnung Platz machen, damit der hinzuziehende Partner einen Teil seiner Habseligkeiten mitbringen kann. Hier ist es wichtig, dass ihr eine Lösung findet, mit der ihr beide glücklich werdet; ohne dass einer das Gefühl hat, zu viel aufzugeben, während der andere sich stark einschränken muss. Sonst rutscht derjenige, der hinzuzieht, leicht in die Rolle des ewigen Besuchers, der sich fehl am Platz fühlt und sein Partner empfindet ihn möglicherweise unbewusst als eine Art Eindringling, der sein Leben auf den Kopf stellt. Die beste Lösung könnte daher sein, dass ihr euch eine neue Unterkunft sucht, die ihr zusammen ganz nach euren Vorstellungen einrichtet. So startet ihr unter gleichen Voraussetzungen in euer gemeinsames Leben.

Plant euren gemeinsamen Alltag

Auch wenn ihr glaubt, dass nichts auf dieser Welt eure Liebe erschüttern kann, ein gemeinsamer Alltag kann zu einer ernstzunehmenden Belastungsprobe für eure Beziehung werden. Alleine die Tatsachen, dass einer von euch vielleicht ein Langschläfer ist, es liebt, viele Besucher zu empfangen, nicht allzu viel von Ordnung hält und noch viele weitere Kleinigkeiten haben das Potenzial, den anderen mit der Zeit immer öfter auf die Palme zu bringen. Deshalb solltet ihr, noch bevor ihr zusammenzieht, darüber reden, wie ihr euch euren gemeinsamen Alltag vorstellt. Wie wollt ihr euch die Hausarbeit aufteilen? Wer geht einkaufen und gibt es Zeiten, zu denen ihr eure Ruhe braucht? Gibt es vielleicht Personen, die ihr in eurem gemeinsamen Zuhause lieber nicht sehen möchtet und wie steht es um eure Essgewohnheiten? Findet heraus, ob eure bisherigen Lebensstile zueinander passen und inwieweit ihr bereit seid, dem jeweils anderen ein Stück weit entgegenzukommen.

Regelt eure Finanzen

In vielen Beziehungen ist und bleibt Geld ein Tabuthema. Wenn ihr zusammenziehen wollt, sollte sich das dringend ändern. Denn ihr müsst nicht nur entscheiden, wer wie viel zur Miete und zur Zahlung der Nebenkosten beiträgt, auch der Kühlschrank will gefüllt und das eine oder andere Hobby finanziert werden. Wenn einer von euch beiden in finanzieller Hinsicht dauerhaft mehr in das Zusammenleben investiert als der andere, wird Geld spätestens, wenn die ersten Konflikte auftreten, zum Dauerstreitthema. Regeln zum Umgang mit Verbindlichkeiten, Investitionen und gemeinsamen, aber auch getrennten Ausgaben oder auch Schulden sorgen für klare Verhältnisse und ein entspanntes Miteinander.

Eins und eins bleibt zwei

Denkt beide daran, dass, auch wenn ihr unter einem Dach wohnt, es keinen Grund gibt, zu einer unzertrennlichen Einheit zu verschmelzen, unter deren Last ihr beide zu ersticken droht. Auch wenn das Zusammenziehen euch beide einander näherbringen wird und im besten Fall eure Beziehung festigt, bleibt ihr dennoch zwei eigenständige Menschen, die ab und an ihren Freiraum brauchen. Sorgt deshalb für regelmäßige Auszeiten, die ihr getrennt voneinander mit Freunden oder dem eigenen Hobby verbringt. Vielleicht könnt ihr auch innerhalb eurer gemeinsamen Wohnung einen Bereich einrichten, der euch die Möglichkeit bietet, sich ohne Partner zurückzuziehen, um einen Moment für sich alleine zu haben. So umgeht ihr die Gefahr, dass ihr euch gegenseitig zu stark einengt und das Zusammenziehen nach kurzer Zeit als Fehler empfindet.

Der Entschluss zusammenzuziehen erfüllt die meisten Paare mit Vorfreude und ist mit vielen positiven Erwartungen verknüpft. Genießt diese zauberhafte Stimmung und das Gefühl, eurer Liebe etwas Gutes zu tun. Bleibt dabei aber auch realistisch und redet offen über eure möglichen Sorgen und Ängste. Wichtig ist auch, dass keiner von euch beiden versucht, den anderen zu überreden, sich eine gemeinsame Wohnung zu nehmen. Denn nur, wenn ihr den Entschluss, euch ein gemeinsames Liebesnest zu erschaffen, beide aus vollster Überzeugung trefft, werdet ihr beide alles dafür tun, dass euer Projekt “Zusammenwohnen“ ein voller Erfolg wird.

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