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So überwindest du deine Angst vor einer festen Beziehung

So überwindest du deine Angst vor einer festen Beziehung

Du sehnst dich nach einer festen Beziehung und einem Partner, bei dem du dich sicher und geborgen fühlst? Doch sobald eine Partnerschaft beginnt, ernstere Formen anzunehmen, möchtest du am liebsten die Flucht ergreifen und das Ganze beenden? Dann leidest du vermutlich unter Bindungsangst. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Menschen Bindungsangst entwickeln. Dahinter steckt fast immer die Sorge, etwas Liebgewonnenes wieder zu verlieren oder von einem Menschen verletzt zu werden, dem man zuvor seine Gefühle offenbart und sein Vertrauen geschenkt hat. Bindungsangst bringt dich dazu, einen Partner, der dich glücklich machen könnte, auf Distanz zu halten oder ihn zu verlassen. Sie ist eine Art Selbstschutz, der dich daran hindert, eine feste Bindung zu einem anderen Menschen aufzubauen und dich somit der Möglichkeit beraubt, eine harmonische Partnerschaft zu führen. Grund genug, um deiner Bindungsangst endlich den Kampf anzusagen.

Du musst deine Bindungsangst erkennen und sie annehmen

Ein Problem zu lösen, das man nicht als solches erkennt, ist praktisch unmöglich. Solange du dir selbst nicht eingestehst, dass deine Beziehungen scheitern, weil du ihnen keine Chance gibst, sich zu vertiefen und weiterzuentwickeln, wird deine Bindungsangst dich immer blockieren. Der erste Schritt besteht also darin, dem Muster, dem du immer wieder folgst, auf die Schliche zu kommen. Überlege dir, ob es Ängste und Sorgen gibt, die dich jedes Mal überkommen, wenn du eine neue Beziehung eingehst. Sie könnten der Grund dafür sein, dass deine Beziehungen scheitern. Beobachte deine Reaktion auf diese Ängste und nimm sie bewusst wahr. Vielleicht musstest du dir auch schon öfter den Vorwurf gefallen lassen, dass du nicht fähig zu einer ernsthaften Beziehung bist. Lasse diesen Vorwurf auf dich wirken, anstatt sofort mit Gegenwehr darauf zu reagieren, denn Verdrängung bringt dich nicht weiter. Sprich mit Menschen, die dich gut kennen und Frage sie nach ihrer Meinung. Oft können Außenstehende unser Verhalten viel leichter deuten, als wir selber.

Gehe offen mit deiner Bindungsangst um und nimm Hilfe in Anspruch

Sobald du dir darüber im Klaren bist, dass du unter Bindungsangst leidest, kannst du damit beginnen, an deinem Problem zu arbeiten. Vermutlich wird dir das nicht alleine gelingen. Deshalb ist es gut, wenn du den Mut aufbringst, offen mit deiner Angst vor einer festen Beziehung umzugehen. Rede mit einem guten Freund oder einer guten Freundin darüber oder noch besser, besorge dir professionelle therapeutische Hilfe. Ein Therapeut kann dich dabei unterstützen, die Gründe für deine Bindungsangst aufzudecken und sie aufzuarbeiten. Er wird dir dabei helfen, deine alten Handlungsmuster und Denkweisen aufzulösen und durch eine neue, positivere Einstellung zu ersetzen. Auch wenn du einen potenziellen neuen Partner kennenlernst, ist es ratsam, sofort offen über deine Bindungsangst zu reden. Zwar besteht die Gefahr, dass dein Schwarm daraufhin ganz schnell das Weite sucht, es ist aber auch möglich, dass du jemanden vor dir hast, der dich so gerne mag, dass er bereit ist, gemeinsam mit dir gegen diese Hürde anzukämpfen. Diese Einsicht könnte für dich der entscheidende Auslöser dafür sein, dass du endlich damit beginnen kannst, jemandem zu vertrauen.

Baue eine neue Beziehung langsam und Schritt für Schritt auf

Auch wenn du dir deiner Bindungsangst sehr wohl bewusst bist und genau weißt, woher sie rührt, kannst du sie nicht von heute auf morgen hinter dir lassen. Das bedeutet, dass du eine neue Beziehung ganz behutsam aufbauen solltest. Selbstkontrolle, Überwindung und Zwang würden dein Problem nur verstärken, denn durch sie kannst du deine Ängste zwar für einen gewissen Zeitraum unterdrücken, doch dafür kommen sie irgendwann umso heftiger zum Vorschein. Wenn du eine neue Partnerschaft beginnst, solltest du deinem Freund oder deiner Freundin deshalb von Beginn an von deinen Befürchtungen erzählen und darauf achten, dass eure Beziehung sich in einem Tempo entwickelt, dass für dich angenehm ist. Sobald du bemerkst, dass du wieder Fluchtgedanken entwickelst, weil dein Partner mehr von dir fordert, als du im Moment noch bereit bist zu geben, schalte einen Gang zurück und reflektiert deine Gefühle.

Der richtige Partner kann dir dabei helfen, deine Bindungsangst zu überwinden

Die besten Chancen, deine Bindungsangst vollkommen zu überwinden, hast du, wenn du einen Partner findest, der sehr geduldig und einfühlsam ist. Er oder sie muss bereit sein, dein Vertrauen langsam zu gewinnen und Rückschläge hinzunehmen. Mit einem solchen Partner kannst du Grenzen und Meilensteine für eure Beziehung definieren, die dir dabei helfen, Stück für Stück mehr Sicherheit zu erlangen. Ein Partner, der dich mit Vorwürfen überhäuft, von dir fordert, dass du dich änderst oder dir sogar droht, dich zu verlassen, wenn du dich in eurer Beziehung weiterhin so unnahbar und zurückhaltend verhältst, wird deine Bindungsangst nur noch verstärken. Denn letztlich wirst du es in so einer Partnerschaft nicht lange aushalten und sie beenden, weil du dem Druck deines Partners nicht standhalten kannst. Es ist deshalb besonders wichtig, dass du bei deiner Partnerwahl sehr sorgsam bist und dich nur auf jemanden einlässt, der mit deiner Bindungsangst umgehen kann und auch bereit dazu wäre, gemeinsam mit dir eine Paartherapie zu machen.

Was, wenn du deine Bindungsangst bisher vor deinem Partner versteckt hast?

Vielleicht ist es dir bisher gelungen, deine Bindungsangst vor deinem aktuellen Partner zu verstecken. Das ist immer dann gut möglich, wenn ihr eine Beziehung auf Distanz führt oder wenn ihr beide euch darauf verständigt habt, alles ganz langsam anzugehen. Doch auch in solchen Beziehungen kommt irgendwann der Moment, in dem einer von beiden sich mehr Verbindlichkeit wünscht. Dann solltest du mit der Wahrheit rausrücken und nicht länger versuchen, deine Bindungsangst zu verleugnen. So hast du zumindest die Chance, deine Beziehung zu retten. Entscheidest du dich hingegen, deinem Partner weiterhin etwas vorzumachen, gelangst du früher oder später an den Punkt, an dem du keinen anderen Ausweg siehst, als die Beziehung zu beenden. Vermutlich ist es spätestens dann so weit, wenn dein Freund oder deine Freundin mit dir zusammenziehen möchte oder von Heirat und gemeinsamen Kindern spricht. Vergiss bitte nicht, dass es für einen Partner, der sich bisher der Illusion hingegeben hat, dass zwischen euch alles in bester Ordnung ist, besonders schmerzhaft ist, plötzlich verlassen zu werden. Schließlich wollte dieser Mensch seine Zukunft mit dir verbringen. Im schlimmsten Fall sorgst du mit einem so rücksichtslosen Verhalten dafür, dass auch dein Ex-Partner Bindungsängste entwickelt.

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