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So gesund ist Kuscheln!

So gesund ist Kuscheln

Die meisten Menschen kuscheln gerne und empfinden liebevolle Berührungen als wohltuend und angenehm. Kuscheln löst positive Gefühle aus und wird mit Romantik und Liebe in Verbindung gebracht. So kann regelmäßiger Körperkontakt eine zwischenmenschliche Beziehung stärken und helfen, eine intensive Bindung aufzubauen und aufrechtzuerhalten. Nüchtern betrachtet sorgen Schmuseeinheiten jedoch nicht nur für emotionales Wohlbefinden und romantische Gefühle, sondern sind auch förderlich für die Gesundheit. Denn Kuscheln regt die Bildung und Ausschüttung von Oxytocin, dem sogenannten Kuschelhormon, an. Dieses Hormon trägt unter anderem zur Gesunderhaltung unserer Seele und auch unseres Körpers bei.

Das Immunsystem aktivieren

Besonders im Winter treiben Erkältungsviren ihr Unwesen und raffen uns mithilfe schmerzlicher Halsentzündungen, triefender Nase und Fieber dahin. Wer regelmäßig kuschelt, ist besser gewappnet gegen Erkältungsviren und hat höhere Chancen, der lästigen Erkrankung zu entgehen. Denn häufige Umarmungen, herzhaftes Knuddeln und zärtliches Streicheln stärken das Immunsystem. Aber auch im Kampf gegen andere Viren und sogar Bakterien können Berührungen unterstützend wirken, indem sie die körpereigenen Abwehrkräfte mobilisieren. Zudem wird vermutet, dass das beim Kuscheln freigesetzte Oxytocin Entzündungen reduziert und die Wundheilung verbessert. Somit ist Schmusen eine der wohl angenehmsten vorbeugenden Maßnahmen gegen Erkältungen und Co.

Stress mindern

Ob im Privat- oder Berufsleben – gelegentlicher Stress ist kaum zu vermeiden. Ein straffer Zeitplan, eine Fülle an Aufgaben und Terminen oder Streit mit dem Partner; es gibt unzählige Faktoren, die für die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol verantwortlich sind. Ein erhöhter Stresspegel belastet die Psyche und geht nicht selten mit körperlichen Symptomen, wie Schweißausbrüchen und beschleunigtem Herzschlag einher. Kein Wunder also, dass häufiger oder dauerhafter Stress uns krank machen kann. Dem lässt sich mit Schmuseeinheiten entgegenwirken. Kuscheln kann nämlich den Cortisolspiegel senken und sorgt so dafür, dass wir uns insgesamt ausgeglichener fühlen und unseren Aufgaben mit mehr Leichtigkeit begegnen.

Das Herz-Kreislauf-System stärken

Erhöhter Blutdruck kann unbehandelt zu ernsthaften Schäden unseres Herz-Kreislauf-Systems führen und steigert das Risiko, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden. Die Einnahme von Medikamenten, regelmäßige ärztliche Kontrollen sowie eine gesunde Lebensweise und eine ausgewogene Ernährung sind die bekanntesten Mittel gegen Bluthochdruck. Dabei ist vielen Menschen nicht bekannt, dass auch Kuscheln dazu beitragen kann, den Blutdruck zu regulieren oder sogar zu senken. Wohltuender Körperkontakt wirkt beruhigend und fördert die Ausschüttung von Glückshormonen sowie die Reduktion von Stress. Das schützt das Herz und macht weniger anfällig für Gefäßerkrankungen.

Angst reduzieren

Angstgefühle sind ein natürlicher Schutzmechanismus, der unser Überleben sichert. Doch oft sind die Gründe für unsere Ängste nicht wirklich lebensbedrohlich. In diesen Fällen können Ängste uns unnötig blockieren, unser Vorankommen und unsere Entwicklung stoppen und letztlich unsere Erfolgschancen minimieren. Inniger Körperkontakt mit einem Menschen, dem wir vertrauen und an den wir emotional gebunden sind, hilft uns, unser Selbstwertgefühl zu stärken, das Vertrauen in uns selber zu steigern und ein sicheres Gefühl für unsere Stärken zu entwickeln. So fällt es uns leichter, mit unangenehmen Situationen zurechtzukommen und Hürden zu meistern. Eine ähnliche Wirkung kann das Kuscheln mit Tieren haben. Dies wird insbesondere bei Kindern gerne therapeutisch eingesetzt, um beispielsweise Angststörungen zu bekämpfen.

Schmerzen lindern

Wenn wir Schmerzen haben, möchten wir in Ruhe gelassen werden. Laute Geräusche und zu viele Menschen um uns herum empfinden wir als störend. Dennoch tut es uns gut, gerade dann in den Arm genommen zu werden und in Stille ein paar Zärtlichkeiten zu genießen. Bei Kindern können wir oft beobachten, dass sie besonders schmusebedürftig sind, wenn sie mit Halsschmerzen und Fieber im Bett liegen. Das Bedürfnis nach Berührungen, wenn es uns nicht gut geht, ist möglicherweise ein Instinkt, der, wenn wir ihm denn nachgehen, heilungsfördernd ist. Ein erhöhter Oxytocin-Spiegel kann schmerzlindernd wirken. Zudem hilft das Gefühl von Nähe und Geborgenheit Schmerzen leichter zu ertragen und fördert die Genesung.

Gegen depressive Verstimmungen ankämpfen

Manchmal haben wir einfach nur schlechte Laune. Oft plagen uns aber auch Sorgen und Probleme, die wie ein prall gefüllter Kartoffelsack auf unseren Schultern lasten. Wenn die eigene Seele leidet und man alleine nicht dagegen ankämpfen kann, ist es Zeit, sich Unterstützung zu holen. Dann kann es helfen, sich mit jemandem auszusprechen, dem wir vertrauen. Eine weitere Möglichkeit der schlechten Stimmung entgegenzutreten, ist es, mit jemandem zu schmusen. Wenn wir fest in den Arm genommen werden und uns an eine andere Person anlehnen können, fühlen wir uns geborgen und sicher. Wir schöpfen neuen Mut und spüren förmlich die Unterstützung, die sich uns bietet.

Schlechte Gewohnheiten besiegen

Kaum jemand kämpft nicht mit der einen oder anderen schlechten Angewohnheit. Wer schon einmal versucht hat, eines seiner Laster loszuwerden, weiß, wie schwer dieses Vorhaben sein kann. Es erfordert ein hohes Maß an Disziplin und Durchhaltevermögen. Auch hier kann Kuscheln zum Erfolg beitragen. Angenehmer Körperkontakt steigert das Selbstvertrauen und wirkt motivierend. Liebevolle Umarmungen spenden uns außerdem Kraft, die wir in dieser herausfordernden Situation dringend benötigen. So lassen sich schlechte Gewohnheiten leichter ablegen.

Besser schlafen

Wie bereits erwähnt: Kuscheln macht glücklich, wirkt stimmungsaufhellend und beruhigt in Stresssituationen. Zudem kann es helfen, Ängste abzubauen und körperliche Symptome zu lindern. All diese positiven Nebenwirkungen haben noch einen weiteren gesundheitsfördernden Effekt: Wer viel kuschelt, schläft besser. Nicht nur, dass es uns leichter fällt einzuschlafen, wenn wir den Umgang mit unseren Sorgen besser im Griff haben, wir können auch besser durchschlafen. So wachen wir am Morgen ausgeruht und energiegeladen auf und sind bestens gerüstet für die Anforderungen des neuen Tages.

Die Beziehung intensivieren

Eine Beziehung ist nicht zwingend erforderlich, um ein glückliches Leben zu führen. Viele Singles fühlen sich sehr wohl damit, alleine durchs Leben zu gehen und genießen die Vorzüge, die ihnen ihr Beziehungsstatus bietet. Für andere ist eine glückliche und intakte Partnerschaft das A und O eines erfüllten Daseins. Schwierig wird es erst, wenn die Beziehung nicht rund läuft. Denn eine unglückliche Beziehung kann auf Dauer zu Depressionen führen und auch körperliche Beschwerden auslösen. Kuscheln kann dazu beitragen, dass ein Paar lange glücklich miteinander ist. Nicht umsonst wird Oxytocin auch als Bindungs- oder Beziehungshormon bezeichnet. Es sorgt zum Beispiel dafür, dass zwei Liebende einander vertrauen und stärkt die gegenseitige Zuneigung. Somit kann es auch davor schützen, dass einer der Partner fremdgeht.

Fazit

Verantwortlich für die vielfältigen positiven Auswirkungen von angenehm wahrgenommen Körperkontakt ist hauptsächlich das Hormon Oxytocin. Demnach scheint das Kuschelhormon ein wahres Wundermittel für unsere Gesundheit zu sein. Aus diesem Grund wurde die Wirkung des Hormons schon in zahlreichen Studien erforscht. In der Medizin findet es seinen Einsatz bereits in der Geburtshilfe. Es wird dazu verwendet, die Geburt einzuleiten oder die Wehen während des Geburtsvorganges zu verstärken. Hierzu wird es der Schwangeren als Medikament verabreicht. Aber auch bei einer natürlichen Geburt ohne Medikamentengabe erfüllt Oxytocin diese wichtigen Aufgaben. Zudem spielt es eine Rolle bei der Anregung des Milchflusses und sorgt für die Entfaltung mütterlicher Fürsorge und einer innigen Bindung zwischen Mutter und Neugeborenem. Das zeigt einmal mehr, dass unsere Gefühle vermutlich nicht, wie wir es gerne glauben, aus dem Herzen kommen, sondern in unseren Köpfen entstehen. Eine Reihe chemischer Reaktionen beeinflusst unser Befinden. Was nach trockener Theorie und komplizierter Wissenschaft klingt, sollte uns dennoch nicht davon abhalten, einfach unserem Instinkt zu folgen und ausgiebig zu schmusen, wenn uns danach ist. Schließlich macht Kuscheln gesund und glücklich, ganz gleich wie diese Wirkung zustande kommt.

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