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Meine Familie ist gegen die Beziehung? – Wie du damit umgehen kannst

Meine Familie ist gegen die Beziehung? – Wie du damit umgehen kannst

Du bringst deinen neuen Freund mit nach Hause und deine Eltern sind hellauf begeistert von dem sympathischen jungen Mann? Oder deine Partnerin ist genau das, was deine Familie sich immer für dich gewünscht hat? Glück gehabt! Denn so glimpflich läuft es nicht immer. Manchmal ist die eigene Familie überhaupt nicht einverstanden mit unserer Partnerwahl und lässt uns das auch ganz deutlich spüren. Doch wie geht man am besten mit dieser verzwickten Situation um? Schließlich möchte niemand wegen seiner Beziehung mit der Familie brechen. Aber die große Liebe einfach ziehen lassen, nur weil sie den lieben Verwandten nicht in dem Kram passt? Für die meisten von uns wohl undenkbar! Also heißt es Kompromisse schließen, verhandeln und hoffen, dass am Ende doch noch alles gut wird.

Die Situation annehmen und akzeptieren, wie sie ist

Die Menschen, die uns am Herzen liegen, bilden in der Regel den Mittelpunkt unseres Lebens. Mit ihnen teilen wir Freud und Leid. Sie geben uns Halt, Anerkennung und die Liebe, die wir brauchen, um uns glücklich und geborgen zu fühlen. Dabei ist es ein vollkommen natürliches Bedürfnis, dass wir uns wünschen, dass unsere wichtigsten Bezugspersonen untereinander harmonieren. Das macht es uns leicht, mit ihnen einen entspannten Umgang zu pflegen und sie zu besonderen Gelegenheiten alle um uns herum zu versammeln, um gemeinsam mit ihnen schöne Stunden zu verbringen. Doch leider können wir nicht davon ausgehen, dass alle Personen, die uns mögen, sich auch untereinander sympathisch sind. So kommt es manchmal vor, dass einige unserer Freunde sich gegenseitig nicht leiden können oder eben auch, dass die Chemie zwischen unserem Partner oder der Partnerin und unserer Familie nicht stimmt. Auch wenn es dir schwerfällt, musst du so eine Situation erst einmal so hinnehmen, wie sie ist. Es kann sein, dass beide Parteien sich dennoch um deinetwillen Mühe geben, miteinander zurechtzukommen. Möglicherweise wird ihnen das aber nicht immer gelingen. Wichtig ist, dass du dir bewusst machst, dass du, obwohl du zwischen den Stühlen sitzt, sowohl deine Familie als auch deinen Partner weiterhin ohne schlechtes Gewissen lieben darfst, ganz gleich, was die jeweils andere Seite davon hält.

Offenheit gegenüber dem Partner und der Familie

Versuche mit deiner Familie als auch mit deinem Partner offen über deine Bedenken, Sorgen und Hoffnungen zu sprechen. Erkläre deiner Familie, dass du dir wünschst, dass sie deine Partnerwahl akzeptiert und dass sie auf dein Urteilsvermögen vertraut. Höre dir aber auch ihre Argumente an und denke immer daran: Deine Familie möchte nur dein Bestes. Sage auch deinem Partner, dass du unter der Situation zu leiden hast, aber signalisiere ihm dabei ganz klar, dass du trotzdem zu ihm hältst und zu eurer Beziehung stehst. Das gibt ihm Sicherheit und du vermeidest so, dass er seinerseits eine Abwehrhaltung deiner Familie gegenüber entwickelt.

Verständnis für beide Seiten aufbringen

Nicht nur für dich ist es schwer, wenn deine Familie gegen deine Beziehung ist. Deine Familienangehörigen sorgen sich vermutlich um dich, weil sie glauben, dass der Mensch an deiner Seite dich nicht glücklich machen wird. Dein Partner oder deine Partnerin wiederum sieht sich enormen Druck ausgesetzt und hat vielleicht das Gefühl, im Kampf um deine Liebe die schlechteren Karten zu haben. Und selbst wenn er oder sie sich deiner Liebe sicher ist, ist da immer noch die Ablehnung deiner Familie, mit der er/sie zurechtzukommen muss. Versuche deshalb für beide Seiten Verständnis aufzubringen und sowohl deinem Partner als auch deiner Familie die Angst zu nehmen, dass sie dich verlieren könnten.

Lerne mit Kompromissen zu leben

Wenn die Fronten nicht allzu verhärtet sind, ist es vielleicht möglich, dass dein Freund oder deine Freundin an für dich wichtigen Familientreffen teilnimmt. Bestehe aber nicht unbedingt darauf, wenn du bemerkst, dass solch ein Treffen für eine der beiden Seiten eine zu große Überwindung bedeutet. Letztlich wirst auch du durch die schlechte Stimmung keine Freude an solchen erzwungenen Zusammenkünften haben. Dann ist es besser, wenn du in Absprache mit deinem Partner deine Familie alleine besuchst, während er sich beispielsweise mit Freunden trifft oder zu seiner Familie fährt. Ein solcher Kompromiss hilft euch allen unangenehme Situationen zu vermeiden und noch mehr schlechte Gefühle aufkommen zu lassen.

Die Zeit arbeitet für dich

Oft genug kommt es vor, dass Menschen anderen Menschen gegenüber Vorurteile entwickeln, weil sie sie noch nicht gut kennen oder ein falsches Bild von ihnen haben. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn jemand besonders schüchtern ist und eine gewisse Zeit braucht, um sich fremden Gegenüber zu öffnen. Manchmal tun auch falsche Tatsachen, die sich später als Gerüchte entpuppen, ihr Übriges. Möglicherweise braucht deine Familie einfach etwas Zeit, um mit deinem neuen Partner warm zu werden und wenn sie dann sieht, dass du glücklich mit ihm bist, glätten sich die Wogen dann ganz von alleine.

Die offene Aussprache

Wenn du mutig genug dazu bist, kannst du deine Lieben um ein Treffen für eine offene Aussprache bitten. Dabei sollen beide Parteien ihre Karten offen auf den Tisch legen und einander ganz sachlich darlegen, was sie aneinander stört. Der Ausgang eines solchen Gespräches ist aber meist ungewiss. Im besten Fall können Missverständnisse aufgeklärt und eine Art Waffenstillstand vereinbart werden. Im schlimmsten Fall kann die Situation aber auch eskalieren und es kommt zu einem Streit, der deinen Partner noch stärker von deiner Familie entzweit, was letztlich deine Beziehung noch mehr belastet. Versuche deshalb vorher genau abzuwägen, ob eine offene Aussprache erfolgreich sein könnte.

Du bist nicht alleine

Vielleicht ist es nur ein schwacher Trost für dich. Aber tatsächlich kommt es in sehr viel mehr Familien vor, als du vielleicht glaubst, dass die eigenen Eltern, Geschwister oder andere Verwandte Einwände gegen eine Beziehung haben. Viele machen einfach nur gute Miene zum bösen Spiel, sitzen gesittet am selben Esstisch, stöhnen während des zäh verlaufenden Gesprächs innerlich immer wieder auf und sind jedes Mal erleichtert, wenn die kurzen Treffen wieder vorbei sind. Solche angestrengten Begegnungen sind keine Seltenheit und viele Männer und Frauen stellen sich ihnen nur aus Liebe zu ihrem Partner oder ihrer Partnerin.

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