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Mein Partner verdient zu wenig – wenn Geldmangel die Beziehung belastet

Mein Partner verdient zu wenig – wenn Geldmangel die Beziehung belastet

Wahre Liebe fragt nicht nach dem Kontostand. An diesen Grundsatz halten sich viele Menschen – zumindest, wenn sie frisch verliebt sind. Leider stellen ebenso viele Menschen später fest, dass große Einkommensunterschiede zur Zerreißprobe für die Liebe werden können. Wenn ein Partner viel vermögender ist als der andere oder weitaus besser verdient, ist er anfangs vielleicht noch geneigt, den anderen teilweise mitzufinanzieren und die Kosten für gemeinsame Unternehmungen ganz alleine zu tragen. Hält dieser Zustand aber dauerhaft an, fragt er sich irgendwann, ob er womöglich ausgenutzt wird.

Hast du einen Partner, der wenig verdient und ist Geld ein regelmäßiges Streitthema in eurer Beziehung? Wenn du dich fragst, wie du mit diesem heiklen Thema am besten umgehen sollst, dann lies unbedingt weiter.

Erkenne den wahren Grund: Warum hat dein Partner kein Geld?

Die Gründe für Geldmangel sind vielfältig. Vielleicht hat dein Freund oder deine Freundin Schulden, die er oder sie abbezahlen muss. Oder dein Partner geht einfach sehr verschwenderisch mit seinen Einkünften um. Möglicherweise bist du aber auch mit einer Frau zusammen, die mitten in ihrem Studium steckt oder hast dir einen Mann geangelt, der einen schlachtbezahlten Job hat oder generell nicht viel davon hält, arbeiten zu gehen. Wie du den Geldmangel deines Partners empfindest, hängt stark davon ab, wie dieser zustande kommt. Meist fällt es uns leichter, unsere bessere Hälfte finanziell zu unterstützen, wenn diese ambitioniert und fleißig ist, als wenn wir feststellen, dass sie sich nicht bemüht, mehr zu verdienen.

Wenn du das Gefühl hast, dass dein Partner gerne auf der faulen Haut liegt und sich bereitwillig von dir aushalten lässt, ist es nur verständlich, wenn es in eurer Beziehung öfter kracht. Dann solltest du klarstellen, dass du nicht bereit bist, den Großteil eurer Ausgaben alleine zu finanzieren. Ändert dein Partner sein Verhalten nicht, sei konsequent und beende die Beziehung. Anders sieht es aus, wenn dein Schatz an seiner Karriere bastelt oder eben einer Tätigkeit nachgeht, die weniger abwirft als deine Beschäftigung. Dann solltet ihr klare Vereinbarungen treffen, wer für welche Ausgaben aufkommen kann und möchte. Du kannst deinem Partner in jedem Fall anbieten, ihn dabei zu unterstützen, an seiner finanziellen Situation etwas zu ändern, wenn er denn bereit dazu ist.

In die Partnerschaft investieren: Es muss nicht immer Geld sein

In eine Beziehung sollten immer beide Partner investieren. Dabei geht es aber nicht nur um Geld. Wenn du mehr Geld zur Verfügung hast als dein Partner, bis du vielleicht derjenige, der oder die öfter mal die Rechnung beim Italiener übernimmt oder auch den Ausflug am Wochenende finanziert. Wenn dein Freund oder deine Freundin dafür im Gegenzug gerne für dich kocht und dich ab und an ein nett gedeckter Tisch mit deinem Lieblingsessen zu Hause erwartet, lässt sich schon eine Art Gleichgewicht herstellen. Letztlich ist es wichtig, dass ihr beide euch darum bemüht, dem anderen etwas Gutes zu tun. Auch wenn du finanziell bessergestellt bist, müssen deine Liebesbekundungen nicht immer in Form von teuren Geschenken erfolgen. Denn wenn du von dir aus viel und gerne Geld für deinen Partner ausgibst, läufst du Gefahr, dass dieser sich dir irgendwann unterlegen fühlt, weil er dir nicht so viel zurückgeben kann. Besser ist es, wenn ihr gemeinsam überlegt, wie ihr auch ohne große Ausgaben Spaß haben könnt.

Gib nur, wenn du dich dabei wohlfühlst

Oft ist es am Anfang einer Beziehung so, dass wir gerne für unseren Partner Geld ausgeben, besonders, wenn dieser finanziell nicht so gut dasteht und für uns die Ausgaben mit Leichtigkeit zu stemmen sind. Das ist eine freie Entscheidung und verursacht in der Regel bei keinem von beiden Bauchschmerzen. Erst wenn die Beziehung voranschreitet und wir dauerhaft den Großteil der gemeinsamen Ausgaben finanzieren, kommt irgendwann Unwohlsein auf. Deshalb solltest du darauf achten, dass nur dann Geld für deinen Freund oder deine Freundin ausgibst, wenn du es von Herzen gerne tust und dich dabei wohlfühlst. Du tust es dann nicht nur für ihn oder sie, sondern vor allem für eure Beziehung und auch für dich selber, weil du beispielsweise gerne ausgehst und deinen Partner dabeihaben möchtest. Sobald du aber bemerkst, dass der leise Verdacht in dir aufkommt, dass du ausgenutzt wirst oder du dich ärgerst, weil dein Partner sein Geld für andere Dinge ausgibt anstatt für eure gemeinsamen Unternehmungen, solltest du deine Spendierfreudigkeit zügeln. Sonst entlädt sich dein angesammelter Frust irgendwann in einem Sturm von Vorwürfen an deinen Partner, der womöglich gar nicht verstehen kann, warum du plötzlich wütend bist, da du ja immer freiwillig die Geldbörse gezückt hast.

Gönn dir was – notfalls auch alleine

Neben der Lust an der Selbstverwirklichung und dem Wunsch nach einer sinnenhaften Tätigkeit arbeiten die meisten Menschen, um ihre laufenden Lebenshaltungskosten zu decken und natürlich, um sich ab und an einen Wunsch zu erfüllen und sich etwas Luxus zu gönnen. Wenn dein Partner – aus welchen Gründen auch immer – weniger Geld verdient als du, bist du nicht verantwortlich dafür, ihm einen Lebensstandard zu ermöglichen, der deinem gleich kommt. Das heißt, dass du dir von deinem Geld regelmäßig etwas gönnen solltest, das dich erfreut – notfalls auch ohne deinen Partner. Wenn du es beispielsweise liebst, teuer essen zu gehen, dann kannst du dieses Erlebnis auch einfach mal mit deiner Schwester oder deinem besten Freund teilen. Und wenn du dich für deine Beförderung mit einem kostbaren Geschenk an dich selber belohnen möchtest, dann tue es. Du musst dabei kein schlechtes Gewissen empfinden, nur weil dein Freund oder deine Freundin sich etwas Ähnliches nicht leisten kann. Denn wenn du immer Rücksicht auf den finanziellen Status deines Partners nimmst, dir nichts gönnst und dein hart erarbeitetes Geld vielleicht auch noch dafür opferst, seine oder ihre Schulden abzubezahlen, wirst du über kurz oder lang unzufrieden werden. Die Gefühle für deinen Partner könnten dann sehr schnell abkühlen.

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