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Komm kuscheln Hase! – Vom richtigen Umgang mit Kosenamen

Komm kuscheln Hase! – Vom richtigen Umgang mit Kosenamen

Viele Paare verwenden Kosenamen in ihrer Beziehung, denn sie sind wie eine liebevolle Umarmung mit Worten. Sie drücken unsere Gefühle füreinander aus und verdeutlichen den Stellenwert, den wir im Leben unseres Partners oder unserer Partnerin haben. Außerdem sind sie ein Zeichen von Verbundenheit und Zusammengehörigkeit. Manchmal entstehen sie einfach aus der Verniedlichung oder der Abkürzung des eigentlichen Namens. Oft ergeben sich Kosenamen aber auch aus einer bestimmten Situation oder Laune heraus oder drängen sich aufgrund bestimmter Körpermerkmale oder Charaktereigenschaften geradezu auf. In einigen Partnerschaften sind sie besonders kreativ und außergewöhnlich, in vielen eher gewöhnlich, austauschbar und mitunter ein wenig langweilig. Doch warum ist das so? Sind wir manchmal schlicht zu bequem, um unserem Auserwählten oder der Frau unseres Herzens einen treffenden und individuellen Kosenamen zu geben? Und welche Bedeutung haben eigentlich bestimmte, mehr oder wenig gängige Kosenamen und sagen sie tatsächlich etwas über die Qualität unserer Beziehung aus?

Wir haben uns ein wenig mit der Bedeutung von Kosenamen in einer Beziehung beschäftigt und geben euch ein paar Tipps zum Umgang mit Kosenamen.

Häufige Kosenamen und ihre Bedeutung

“Schatz“ ist wohl der beliebteste und am häufigsten verwendete Kosename. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn mit einem Schatz assoziieren wir schließlich etwas ganz besonders Wertvolles. Einen Schatz möchte man sich auf jeden Fall bewahren und am liebsten für immer behalten. Das kann den Gedanken aufkommen lassen, dass der Kosename “Schatz“ unterschwellig einen gewissen Besitzanspruch ausdrückt. Solange der sich aber nicht in übertriebener Eifersucht oder einem deutlichen Kontrollverhalten widerspiegelt, ist gegen diesen gängigen Kosenamen wohl kaum etwas einzuwenden. Viele Kosenamen haben ihren Ursprung im Tierreich. “Hase“, “Maus“, “Kätzchen“ oder “Bärchen“ sind niedliche und flauschige Tiere und nur allzu gerne benennen wir den Menschen, mit dem wir gerne knuddeln und kuscheln, nach einem dieser Pelzträger. Ausschlaggebend dafür, für welchen Kosenamen aus der Tierwelt wir uns entscheiden, sind aber oft auch die Charaktereigenschaften unseres Partners oder unserer Partnerin. Während ein Tiger Stärke und Mut ausstrahlt, denken wir bei einem Reh eher an einen ruhigen und sanftmütigen Menschen.

Negativ besetzte Kosenamen

Auch wenn die Wahl eines Kosenamens in den allermeisten Fällen aus einer durchaus liebevollen Motivation heraus getroffen wird, fällt sie nicht immer durchweg positiv aus. “Stinker“ oder “Dickerchen“ seien hier als eher harmlose Beispiele genannt. Solange es sich nicht um ernsthafte Kritik handelt und beide ihre Kosenamen mit Humor nehmen und gerne füreinander verwenden, ist natürlich alles erlaubt. Nutzt aber einer von beiden den Kosenamen für seinen Partner vorrangig aus dem Grund, um ihn immer wieder auf einen bestimmten Makel aufmerksam zu machen, kann ein solcher Kosename auf Dauer zur Belastung für die Beziehung werden. Das hat dann nichts mehr mit einer Liebkosung, sondern eher mit einer Art Peitschenhieb mit Worten zu tun. Prüft daher genau, ob euer Freund oder eure Freundin sich durch den in euren Augen vielleicht so treffend gewählten Kosenamen verletzt fühlen könnte.

Kosenamen wählen, mit denen beide sich wohlfühlen

Wenn euer Partner oder eure Partnerin sich einen Kosenamen für euch ausgedacht hat, mit dem ihr euch partout nicht anfreunden könnt, dann solltet ihr ihm/ihr das möglichst sofort sagen. Denn, auch wenn ihr zu Anfang vor lauter Schmetterlingen im Bauch großzügig über diese unliebsame Bezeichnung hinwegschauen könnt, werdet ihr euch im Verlauf eurer Beziehung vermutlich immer unterschwellig ärgern, wenn ihr mit einem Namen angesprochen werdet, den ihr nicht mögt. Das kann auf Dauer zu Spannungen führen. Außerdem wird es eurem Freund bzw. eurer Freundin schwerfallen, wenn er/sie sich bereits an einen bestimmten Kosenamen für euch gewöhnt hat, dieses Wort plötzlich nicht mehr zu verwenden. Seid also von Anfang an ehrlich zueinander und sprecht offen darüber, ob ihr Kosenamen benutzen wollt und welche für euch infrage kommen.

Was Kosenamen über euch verraten

Die Wahl des Kosenamens für euren Freund oder eure Freundin kann eine ganze Menge über euch und eure Vorlieben verraten. Oft ist es eine ganz bestimmte Eigenschaft, die wir am anderen besonders schätzen und die wir dann mithilfe eines passenden Kosenamens hervorheben. Vielleicht erkennt ihr auch ein immer wiederkehrendes, bestimmtes Muster bei euch. Seid ihr häufig mit einem “Püppchen“ oder einer “Prinzessin“ zusammen? Dann legt ihr bei eurer Partnerin vielleicht ganz besonders großen Wert auf ihr ansprechendes Äußeres. Und wenn euer aktueller Lebensgefährte meistens ein “Held“ oder euer “Großer“ ist, kann das drauf hindeuten, dass ihr euch gerne Männer aussucht, bei denen ihr euch beschützt und geborgen fühlt. Denkt in jedem Fall daran, dass das Kosewort, mit dem ihr eure bessere Hälfte ansprecht, einen bestimmten Eindruck eurer Gefühle gegenüber dieser Person und eurer Meinung über die Beziehung im Allgemeinen vermitteln kann.

Kosenamen in der Öffentlichkeit verwenden

Kosenamen sind Bestandteil der Privatsphäre eines Paares und deshalb nicht unbedingt für die Ohren Außenstehender geeignet. Vereinbart daher klare Regeln für den Gebrauch eurer Kosenamen. Was im engsten Freundeskreis vielleicht gerade noch so in Ordnung ist, könnte vor der Schwiegermutter oder auch den Arbeitskollegen für peinliche Momente sorgen. Wichtig ist, dass ihr auch die Meinung des anderen ernst nehmt. Wenn es ihm nichts ausmacht, im Beisein anderer Personen “Schnuckel“ genannt zu werden, heißt das noch längst nicht, dass sie in derselben Situation als “Zuckernschnute“ betitelt werden möchte. Besonders ausgefallene Kosenamen oder Kosenamen, die auf eure speziellen Vorlieben hinweisen, sollten daher besser nur während trauter Zweisamkeit über eure Lippen kommen – außer natürlich, ihr beide seid ausgesprochen extrovertiert und liebt es, für ein wenig Provokation in eurem Umfeld zu sorgen.

Kosenamen – unser Fazit

Die Verwendung von Kosenamen in einer Beziehung ist kein Muss. Manche Paare fühlen sich am wohlsten, wen sie sich gegenseitig mit ihrem Namen ansprechen. Das bedeutet nicht, dass die Partnerschaft weniger intensiv oder liebevoll ist. Lasst euch also nicht einreden, dass ihr unbedingt einen Kosenamen für euren Schatz haben müsst, wenn ihr bis über beide Ohren verliebt seid. Wenn ihr doch einen Kosenamen nutzen möchtet, ergibt dieser sich ohnehin von ganz allein. Denn ein Kosename ist in der Regel ein Begriff, der aus dem Bauch heraus entsteht. Trotz unserer zuvor genannten Denkanstöße solltet ihr nun aber nicht beginnen, eure zuvor gewählten Kosenamen – wenn ihr denn welche verwendet – bis ins letzte Detail zu analysieren. Grundsätzlich sollte gelten: Wenn ihr beide euch mit eurer Ansprache wohlfühlt, dann macht ihr alles richtig.

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