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Ist es wirklich Liebe oder nur die Angst vor dem Alleinsein?

Ist es wirklich Liebe oder nur die Angst vor dem Alleinsein?

Du hast schon einige gescheiterte Beziehungen hinter dir? Und jedes Mal, wenn eine Partnerschaft in die Brüche gegangen ist, warst du fest davon überzeugt, dass du bisher einfach Pech hattest und hast dir schnell einen neuen Partner gesucht? Schließlich muss doch irgendwann der eine passende Mensch dabei sein, mit dem du glücklich wirst und im besten Fall für den Rest deines Lebens zusammenbleibst. Theoretisch hast du recht mit deiner Annahme. Praktisch machst du bei deiner Partnerwahl aber vielleicht einen entscheidenden Fehler: Du entscheidest dich nicht aus Liebe für eine Person, sondern aus Angst vor dem Alleinsein.

Wie du merkst, ob es wirklich Liebe ist oder ob du nur mit deinem Partner zusammen bist, weil du das Alleinsein fürchtest und wie du deine Angst endlich überwindest und dich bereit machst für eine Beziehung, die Zukunft hat, haben wir für dich zusammengefasst.

5 Anzeichen, dass du nicht aus Liebe mit deinem Partner zusammen bist

1. Vor deiner Beziehung hast du dich wertlos und einsam gefühlt

Bevor du mit deinem Freund oder deiner Freundin zusammengekommen bist, warst du für einen kurzen Zeitabschnitt alleine. Diese Phase hat sich für dich schrecklich angefühlt, weil du nicht wusstest, was du mit dir anfangen sollst und dich selbst nicht mochtest. Jetzt ist da jemand, der dir das Gefühl gibt, wertvoll zu sein und der zur Stelle ist, wenn deine Freunde keine Zeit für dich haben oder du einfach eine Portion Fürsorge und Verständnis brauchst. Wenn du immer nur das Bedürfnis hast, deinen Partner zu sehen, wenn es dir gerade nicht so gut geht, führst du vermutlich keine Beziehung aus Liebe, sondern eher aus Eigennutz.

2. Dein Interesse an deinem Partner ist nicht sehr groß

Sicher weißt du, welchen Job dein Freund oder deine Freundin ausübt und auch noch ein paar andere steckbriefartige Details sind dir wahrscheinlich bekannt. Aber wie viel weißt du über die Werte, Ziele und Pläne deines Partners? Wie tiefgründig sind die Gespräche, die ihr beide führt wirklich? Wenn wir eine Person lieben, möchten wir möglichst viel über sie erfahren und wir haben auch das Bedürfnis, über uns selber Dinge zu erzählen, die wir vielleicht sonst niemand anderem anvertrauen würden. Sollte das Interesse an deinem Partner aber nicht allzu groß sein, ist das ein eindeutiges Anzeichen dafür, dass es dir weniger um die Person als solche geht, als um die Funktion, die dieser Mensch in deinem Leben ausfüllen soll.

3. Du redest mehr über deine Beziehung, als dass du sie lebst

Den Wunsch, mit deinem Partner Zeit zu verbringen, kennst du gut – allerdings nur, wenn du einen schlechten Tag hattest oder dein Selbstwertgefühl mal am Boden ist. Ansonsten findest du es recht praktisch, wenn dein Partner nicht allzu viel Aufmerksamkeit von dir fordert, wenn es dir gerade nicht in den Kram passt. Hauptsache, jeder weiß, dass du einen Freund oder eine Freundin hast und du kannst bei Beziehungsthemen mitreden, wenn deine Freunde sich darüber unterhalten. Ganz ehrlich: Das klingt nicht nach Liebe, sondern eher nach dem Versuch, dem Beziehungsstatus “Vergeben“ gerecht zu werden.

4. Die praktischen Vorteile deiner Beziehung stehen im Vordergrund

Dein Partner gibt dir ein gutes Gefühl, denn er zeigt dir seine Zuneigung und kümmert sich um dich. Er oder sie hat außerdem gute eigene Einkünfte, ein geregeltes Leben und ist insgesamt eine gute Partie. Das versuchst du dir immer wieder vor Augen zu führen und musst zugeben, dass du nüchtern betrachtet einen guten Fang gemacht hast. Dass dir eine gewisse Anziehungskraft, das Kribbeln im Bauch und die Sehnsucht, wenn er oder sie nicht in deiner Nähe ist, doch ein wenig fehlen, ist zu vernachlässigen. Dafür bist du nicht alleine und das ist es, was für dich zählt.

5. Wenn es anstrengend wird, ergreifst du die Flucht

Wenn du aus Liebe mit deinem Partner zusammen bist, bist du bereit, für eure Beziehung zu kämpfen und ihn zu unterstützen, wenn er deine Hilfe braucht. Und das nicht, weil du Angst vor dem Alleinsein hast, sondern weil dir etwas an ihm liegt. Solltest du aber nur in einer Beziehung sein, weil es sich besser anfühlt, als alleine zu sein, wirst du vermutlich nicht dazu bereit sein, viel Energie in deine Partnerschaft zu investieren. Wenn es anstrengend zwischen euch wird, ergreifst du lieber die Flucht. Immerhin gibt es genug andere, die sich an deiner Seite mindestens genauso gut machen würden und mit denen du es einfacher haben kannst.

So überwindest du deine Angst vor dem Alleinsein

Es gibt viele Singles, die zwar gerne einen Freund oder eine Freundin hätten, aber auch alleine sehr gut zurechtkommen und zufrieden mit ihrem Leben sind. Wenn du den Zustand des Alleinseins aber nur schwer erträgst, wirst du immer wieder dazu neigen, dich in eine Beziehung zu stürzen, um das unangenehme Gefühl der Einsamkeit nicht ertragen zu müssen. Doch solche halbherzigen Beziehungen machen dich auf Dauer nicht glücklich. Deshalb solltest du erst einmal lernen, das Alleinsein auszuhalten und dir die Chance geben, zu erkennen, dass dein Glück nicht davon abhängt, ob du einen Partner hast oder nicht. Den emotionalen Rückhalt, nach dem sich die meisten von uns sehnen, kannst du genauso gut aus den Beziehungen zu deinen Familienmitgliedern und Freunden beziehen. Bestätigung erfährst du auch im Job oder durch Erfolge beim Sport oder bei einem anderen Hobby. Aber das Allerwichtigste ist, dass du die Erfahrung machst, dass du dir selbst genug bist. Die Zeit, die du alleine mit dir selbst verbringst, ist nicht verschwendet – sie ist überaus kostbar und du kannst lernen, sie zu genießen, indem du sie so gestaltest, wie es sich für dich richtig anfühlt. Alles, was dir Spaß macht, kannst du auch ohne Partner unternehmen oder zum Beispiel mit guten Freunden. Kümmere dich eine Zeit lang einfach mal nur um dich selbst, lerne dich zu schätzen und zu lieben so wie du bist, ohne unentwegt nach einer Bestätigung von Außen zu suchen.

Wenn du eine Weile ohne Partner durchs Leben gegangen bist und die Erfahrung gemacht hast, dass du dich auch als Single wohlfühlen kannst, wirst du dich vielleicht immer noch nach einer Partnerschaft sehnen, aber du wirst sie nicht mehr als Voraussetzung für dein Lebensglück betrachten. Das bedeutet, dass du endlich frei sein wirst, dich zu verlieben und eine Beziehung einzugehen, weil du diesen einen ganz bestimmten Menschen an deiner Seite möchtest und nicht, weil du unbedingt jemanden brauchst, um dich vollkommen zu fühlen. Erst dann wirst du wirklich bereit sein, Liebe zu empfangen, Liebe zu geben und in deine Partnerschaft zu investieren – nicht, weil du von der Angst alleine zu sein getrieben bist, sondern weil du es von Herzen willst.

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