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Ihr habt euch getrennt? So fällt das Auseinanderziehen leichter

Ihr habt euch getrennt? So fällt das Auseinanderziehen leichter

Die erste gemeinsame Wohnung mit dem Partner oder der Partnerin zu beziehen ist ein aufregendes und freudiges Ereignis. Endlich beginnt der Lebensabschnitt, den man sich herbeigesehnt und schon in den schönsten Farben ausgemalt hat. Morgens nebeneinander aufwachen, den Alltag als Team bewältigen und abends eng umschlungen zusammen einschlafen. Was kann es Besseres geben? So schön es ist zusammenzuziehen, so schmerzhaft kann es sein, wenn die Beziehung zerbricht und man wieder auseinanderzieht.

Wir haben ein paar Tipps für dich, damit das Auseinanderziehen dir und deinem Ex-Partner etwas leichter fällt.

Was einmal war, ist nicht mehr

Eine Trennung ist immer schmerzhaft – ob sie nun einvernehmlich und im Guten verläuft oder das Paar im Streit auseinandergeht. Wenn zwei Menschen sich trennen, die nicht zusammengewohnt haben, kann sich jeder in sein eigenes Zuhause zurückziehen und zur Ruhe kommen. Das Zuhause dient dabei als Zufluchtsort, der ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermittelt und kann helfen, die erste Zeit nach der Trennung besser zu verkraften. Paare, die zusammenleben, wollen sich in der Regel nach einer Trennung auch räumlich voneinander distanzieren. Meistens beschließt einer von beiden den bis dahin gemeinsam genutzten Wohnraum zu verlassen. Für den Ausziehenden ist dieser Schritt mit großen Veränderungen verbunden. Er verliert nicht nur seinen Partner oder seine Partnerin, sondern auch sein Zuhause. Aber auch für den verbleibenden Partner ist die Lücke, die durch den Auszug der Ex-Freundin oder des Ex-Freundes entsteht, oft schwer zu ertragen. Alles erinnert an die Zeit zu zweit und es fällt schwer, die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Spätestens durch das Auseinanderziehen wird beiden schmerzlich bewusst, dass nun alles anders wird.

Trefft Vereinbarungen vor dem Auszug

Die Würfel sind gefallen. Eure Beziehung ist gescheitert und ihr wollt ab jetzt getrennte Wege gehen. Als Erstes müsst ihr natürlich entscheiden, wer von euch beiden die gemeinsame Wohnung verlässt und sich eine neue Bleibe sucht. Versucht trotz aller Emotionen realistisch abzuwägen, welches die beste Lösung für euch beide ist. Dabei können nicht zuletzt finanzielle Aspekte eine große Rolle spielen. Definiert am besten gleich einen festen Termin für den Auszug oder zumindest einen Zeitraum, innerhalb dessen der Auszug geschehen soll. Das hilft euch ein wenig, euch auf die Zukunft zu fokussieren, anstatt auf den momentan so überwältigenden Schmerz. Außerdem ergibt es keinen Sinn, eine beschlossene Trennung weiter hinauszuzögern, indem ihr noch unnötig lange zusammen unter einem Dach verharrt. Ihr solltet unbedingt auch frühzeitig daran denken, Absprachen über die Aufteilung eures Hausrats zu treffen. Was verbleibt in der Wohnung und was nimmt der ausziehende Partner mit? Hier herrscht besonders oft Uneinigkeit. Manche Menschen lassen sich bei dieser Entscheidung eher von ideellen Werten leiten, andere von materiellen. Schwierig wird es natürlich, wenn es außerdem ein Haustier gibt oder ihr sogar gemeinsame Kinder habt. In diesen Fällen ist es besonders wichtig, dass ihr beide euch nicht von eurer Wut und Enttäuschung leiten lasst, sondern eine gute Lösung für alle Beteiligten findet.

So kann der Tag des Auszugs ablaufen

Wie ihr den Tag des Auszugs am besten gestaltet, ist stark abhängig von eurer Gefühlslage. Geht ihr in Freundschaft auseinander, ist es möglich, dass ihr beide anwesend seid und euch noch kurz und schmerzlos voneinander verabschiedet, bevor die letzte gepackte Kiste die Wohnung verlässt. Wenn ihr beide aber aufgrund der Situation sehr emotional seid und möglicherweise noch sehr viel Wut und Ärger mit im Spiel ist, ist es vermutlich besser, wenn derjenige, der weiterhin in der Wohnung bleibt, am Auszugstag seines Ex-Partners nicht anwesend ist. Das erfordert aber ein gewisses Vertrauen in den ausziehenden Partner. Schließlich könnte der dann unbemerkt und entgegen getroffener Abmachungen Gegenstände mitnehmen, die er eigentlich nicht anrühren sollte. Eine weitere Möglichkeit ist, dass am Tag des Auszugs eine weitere, möglichst neutrale Person dabei ist oder jeder von euch einen guten Freund oder eine Freundin an seiner Seite hat. Diese Personen können zum einen als emotionale Stütze dienen und zum anderen eingreifen, wenn die Situation zu eskalieren droht.

Wie geht es nach dem Auseinanderziehen weiter?

Es ist geschafft. Einer von euch beiden sitzt nun alleine in eurem ehemals gemeinsamen Zuhause. Ein paar fehlende Möbel oder leere Schränke und Regale erinnern daran, dass hier bis vor Kurzem noch jemand gelebt, mit dem mein sein restliches Leben verbringen wollte. Das Bett erscheint plötzlich viel zu groß und der leere Sessel, auf dem der oder die Ex immer so gerne gesessen hat, wirkt gespenstisch. Während der in der Wohnung gebliebene Partner versucht, sich mit der neuen Situation anzufreunden, befindet sich der ausgezogene Partner nun in ganz neuen Räumlichkeiten. Hier kann er Abstand von der zerbrochenen Beziehung nehmen, denn es gibt keine bedrückenden Erinnerungen an die gemeinsame Zeit, die sich an den Wänden und Böden des neuen Zuhauses ablesen ließen. Trotzdem kann, gerade weil alles neu und ungewohnt ist, ein Gefühl von Heimweh auftreten. Er fühlt sich noch nicht richtig angekommen, hat keine Kraft oder Lust, die herumstehenden Kisten auszupacken und sich gemütlich einzurichten.

Für beide – für den, der bleibt und den der geht – kann die erste Zeit nach dem Auseinanderziehen schwierig und bedrückend sein. Beide müssen versuchen, ihren Blick auf die Zukunft zu richten, ihr Leben neu sortieren und sich ein Zuhause zu erschaffen, das wieder als Schutzraum und nicht als Bedrohung wahrgenommen wird. Manchmal besteht die beste Lösung darin, vorübergehend bei Freunden unterzukommen oder in einer WG, um das gefürchtete Alleinsein zu umgehen. Manche Paare bevorzugen es, das gemeinsame Zuhause ganz aufzugeben und beide auszuziehen, was sich als kluge Entscheidung erweisen kann. So können beide unter den gleichen Startbedingungen einen Neuanfang wagen. Für welchen Lösungsweg ihr euch auch entscheidet, denkt immer daran: Der Schmerz wird auf jeden Fall verblassen und ein Ende ist gleichzeitig auch immer der Anfang von etwas Neuem – vielleicht viel Besserem.

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