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Hör auf dich für diese 8 Dingen zu entschuldigen!

Hör auf dich für diese 8 Dingen zu entschuldigen!

Wie oft verspürst du dir selbst gegenüber ein schlechtes Gewissen? Wahrscheinlich ziemlich selten. Und wie oft entschuldigst du dich bei anderen für etwas, das du getan oder gesagt hast? Vermutlich weitaus häufiger. Sich bei jemandem zu entschuldigen, dem man Unrecht getan oder dessen Gefühle man verletzt hat, ist gut und richtig. Solch eine Entschuldigung kann eine angeknackste Beziehung zwischen zwei Menschen wieder glätten, denn sie ist ein Zeichen von Einsicht und Reue. Aber wir neigen viel zu oft dazu, uns für etwas zu entschuldigen, für das wir uns eigentlich gar nicht entschuldigen müssten – und das aus ganz unterschiedlichen Gründen.

Warum wir uns häufig unnötigerweise entschuldigen

Manche Menschen entschuldigen sich aus einem Mangel an Selbstsicherheit heraus. Wenn wir merken, dass jemand unsere Meinung nicht teilt oder unser Verhalten kritisiert, wir aber nach seiner Zustimmung dürsten, entschuldigen wir uns. Wir haben Angst, diesen Menschen zu verärgern oder als Vertrauten zu verlieren. Sich häufig zu entschuldigen kann aber auch aus purer Gewohnheit passieren oder weil wir glauben, dass es zumindest nicht schaden kann. Wir haben gelernt, dass man uns schätzt, wenn wir uns einsichtig und reumütig zeigen – ganz gleich, ob es einen Grund dazu gibt oder nicht. Unsere Entschuldigungen sind demzufolge oft überhaupt nicht ernst gemeint. Wir sprechen sie nur aus, weil wir anderen gefallen wollen, wir uns durch sie Lob und Anerkennung erhoffen oder einfach nur einen Streit vermeiden möchten.

Das tust du dir an, wenn du dich grundlos entschuldigst

Wie fühlt es sich für dich an, wenn du dich für etwas entschuldigst, obwohl du viel lieber zu deiner Tat oder deiner Aussage stehen würdest? Du verletzt dich damit selbst. Du untergräbst dein Selbstwertgefühl und machst dich abhängig von deinen Mitmenschen. Jeder von uns hat manchmal ein schlechtes Gewissen. Die Kunst besteht darin, zu entscheiden, ob es angebracht ist oder nicht. Es liegt ein Stück weit in deiner Verantwortung, dich um die Bedürfnisse der Menschen, die dir wichtig sind, zu kümmern. Dazu gehört es auch, sich zu entschuldigen, wenn du sie wissentlich oder versehentlich verletzt hast. Ebenso trägst du aber auch dir selbst gegenüber eine Verantwortung. Diese Verantwortung besteht darin, deinen eigenen Bedürfnissen gerecht zu werden und manchmal auch gegen den Widerstand anderer Personen für sie einzustehen.

Eine Entschuldigung ist nicht immer angebracht

Es gibt eine ganze Reihe an Dingen, für die du dich nicht entschuldigen musst, auch wenn du manchmal glaubst, dass du es tun solltest. Zum einen handelt es sich dabei um Gegebenheiten, für die du überhaupt nichts kannst und zum anderen um Entscheidungen, die du ganz bewusst getroffen hast, weil sie sich für dich richtig anfühlen und nicht, weil sie sich gegen jemand anderen richten.

1. Eingeforderte Entschuldungen

Bei Meinungsverschiedenheiten passiert es manchmal, dass eine Seite von der anderen eine Entschuldigung einfordert. Wenn du dir keiner Schuld bewusst bist und ein Fehlverhalten deinerseits ausschließen kannst, musst du dich auch nicht entschuldigen.

2. Pausen und Auszeiten

Wenn du dich überfordert, ausgebrannt und leer fühlst, musst du dich nicht entschuldigen, wenn du dir eine Pause gönnst. Du tust es nicht, weil du jemanden im Stich lassen willst, sondern weil du diese Auszeit brauchst, um dich zu erholen.

3. Nein sagen

Eine Forderung oder eine Bitte abzulehnen ist dein gutes Recht. Du musst nicht die Wünsche deines Umfeldes erfüllen, wenn dir nicht danach ist oder du dich dazu nicht in der Lage fühlst. Du kannst – wenn du dich damit wohler fühlst – deine Entscheidung begründen, aber du musst dich nicht für sie entschuldigen.

4. Deine Meinung

Du hast ein Recht darauf, eine eigene Meinung zu haben und auch darauf, sie nach außen hin zu vertreten – selbst wenn sie anderen Menschen nicht gefällt. Sie gehört zu dir und du darfst zu ihr stehen, ohne dich für sie zu entschuldigen.

5. Deine Gefühle

Deine Gefühle sind, wie sie sind und du musst dich niemals für sie entschuldigen. Einzig wenn sie dich dazu bringen, jemanden zu verletzten, kann eine Entschuldigung angebracht sein. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn du aufgrund deiner schlechten Laune jemanden unfair behandelst oder dich im Ton vergreifst.

6. Die Gefühle anderer

Dein Verhalten kann die Gefühle anderer Menschen beeinflussen. Wenn du aber zu dem, was du tust und sagst, stehst und dein Vorgehen gut durchdacht ist, musst du dich nicht für dein Handeln entschuldigen, auch wenn es schlechte Gefühle bei deinen Mitmenschen auslöst. Du solltest allenfalls Mitgefühl und Verständnis zeigen.

7. Beziehungen beenden, die dir nicht guttun

Du darfst Beziehungen, die dir nicht guttun, ohne schlechtes Gewissen beenden. Es gibt keinen Grund, dich für deine Entscheidung zu entschuldigen. Sie dient deinem Selbstschutz und du schuldest einem Menschen, der dich schlecht behandelt, rein gar nichts.

8. Entscheidungen, die dein Leben betreffen

Deine Entscheidung für oder gegen einen Job, einen Umzug oder eine bestimmte Lebensführung wird deinen Freunden oder deiner Familie nicht immer gefallen. Doch es ist dein Leben und du brauchst dich nicht für diese Entscheidungen zu entschuldigen. Die Erwartungen der Menschen zu enttäuschen, die uns am Herzen liegen, ist nicht einfach auszuhalten, aber es ist manchmal notwendig, damit wir unseren eigenen Weg finden und gehen können.

Was du tun kannst, anstatt dich zu entschuldigen

Jeder Mensch begeht in seinem Leben Fehler. Sich dafür entschuldigen zu können, wenn man jemand anderem geschadet hat, ist eine wichtige Voraussetzung, um Beziehungen aufrechtzuerhalten und das soziale Miteinander zu stärken. Wenn häufiges Entschuldigen aber dazu führt, dass wir permanent uns selbst und unsere Bedürfnisse in den Hintergrund stellen, machen wir uns unnötig klein. Manchmal erscheint uns eine halbherzige Entschuldigung als die einzige oder zumindest einfachste Möglichkeit, um Konflikten aus dem Weg zu gehen oder schlechte Stimmung zu vermeiden. Anstatt dich in solchen Situationen zu entschuldigen, kannst du deinem Gegenüber die Gründe für dein Verhalten erklären und ihm sagen, dass du Verständnis für seine Empfindungen hast. Damit signalisierst du deine Bereitschaft, zur Konfliktklärung beizutragen und zeigst, dass es dir nicht egal ist, was dein Gesprächspartner empfindet.

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