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Darauf solltest du achten, wenn du dir ein Haustier zum Kuscheln wünschst

Darauf solltest du achten, wenn du dir ein Haustier zum Kuscheln wünschst

Nicht nur Kinder verspüren häufig den Wunsch nach einem eignen Haustier zum Liebhaben. Auch wir Erwachsenen denken bisweilen darüber nach, uns ein Haustier anzuschaffen. Dabei stellen wir uns meistens im Vorfeld vor, wie das Zusammenleben mit dem neuen Mitbewohner wohl sein wird. Jeder von uns hat dabei seine ganz eigenen Erwartungen und viele wünschen sich ein Tier, mit dem sie nicht nur toben und spielen können, sondern auch so richtig schön kuscheln. Doch nicht jeder tierische Freund liebt es, häufig und ausgiebig von seinem Menschen beschmust zu werden.

Was es beim Kuscheln mit Haustieren zu beachten gibt, damit nicht nur du glücklich bist, sondern auch dein Tier fröhlich und gesund bleibt, haben wir im folgenden Artikel für dich zusammengefasst.

Art und Rasse des Tieres – Nicht jedes Haustier kuschelt gerne

Die Entscheidung ist gefallen. Du hast beschlossen, dein Herz und dein Heim für ein Haustier zu öffnen und fortan dein Leben mit einem treuen Gefährten an deiner Seite zu teilen. Wenn es dir dabei ganz wichtig ist, dass dein Haustier gerne mit dir kuschelt, solltest du dich über die Eigenarten unterschiedlicher Tierarten und -rassen informieren. Denn nicht alles, was ein flauschiges Fell trägt und auf vier Pfoten daherkommt, giert nach menschlicher Nähe und Streicheleinheiten. Katzen sind dafür bekannt wahre Schmusefanatiker zu sein und auch die meisten Hunde genießen es, sich zwischen Spielstunde und Gassirunde das Fell kraulen zu lassen. Dabei gibt es Hunderassen, die sehr menschenbezogen sind und andere, die lieber ihr eigenes Ding machen und hinter deren Wuschelmähne sich ein wahrer Starrkopf verbirgt. Erfahrene Züchter können dir wertvolle Tipps zu den Eigenschaften bestimmter Rassen geben und dir beratend zur Seite stehen, damit du einen Freund findest, der zu dir und deinem Lebensstil passt. Wenn du darüber nachdenkst, dir ein etwas handlicheres Haustier anzuschaffen, könnte deine Wahl auf einen putzigen Nager gefallen sein. Bedenke aber, dass so manches sehr niedlich wirkende Kleintier, trotz seiner unwiderstehlichen Kulleraugen, nicht zwangsläufig zum Kuscheln geeignet ist. Denn Tiere, wie etwa Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen oder Mäuse sind Fluchttiere. Das bedeutet, dass sie naturgemäß sehr vorsichtig und eher schreckhaft sind. Sie an eine liebevolle menschliche Hand zu gewöhnen erfordert einiges an Geduld und Einfühlungsvermögen. Ähnlich verhält es sich bei Vögeln. Auch wenn beispielsweise der Wellensittich ein in vielen Haushalten beliebtes Haustier ist, lässt er sich sein buntes Gefieder lieber von einem Artgenossen kraulen, als von den Fingern seines kuschelbedürftigen Halters.

Temperament und Wesen des Tieres – Manchmal kommt es anders, als erwartet

Du hast dir Gedanken gemacht über unterschiedliche Tierarten und -rassen und bist dir nun sicher, welches Haustier es werden soll. Doch Vorsicht! Auch, wenn bestimmten Tieren nachgesagt wird, dass sie sehr verschmust sind, ist jedes von ihnen ein einzigartiges Lebewesen mit individuellen Charakterzügen. So kann es durchaus sein, dass du dir eine Katze anschaffst, in der Hoffnung, jeden Abend einen schnurrenden Stubentiger auf deinem Schoß zu haben. Sei nicht zu enttäuscht, wenn sich herausstellt, dass deine Katze lieber alleine auf der Fensterbank liegt, als mit dir zu schmusen. Es gibt Tiere, die die Nähe zu ihren Menschen von sich aus suchen und es genießen, sich stundenlang kraulen zu lassen. Und genauso wie unter uns Menschen, gibt es auch unter Tieren so manches Exemplar, dessen Schmusebdürftigkeit weniger stark ausgeprägt. Achte in jedem Fall auf die Reaktionen deines Haustieres und gönne ihm seine Ruhe, wenn es sich augenscheinlich zurückzieht. Manchmal braucht es auch einfach etwas Zeit, bis ein Haustier Vertrauen zu seinem neuen Besitzer fasst und sich an die Berührungen gewöhnt und sie genießen kann.

Kuscheln um jeden Preis – So kannst du deinem Haustier schaden

Ob dein Haustier nun ein Vielkuschler ist oder eher zur Gattung “zurückhaltender Einzelgänger“ gehört; das Schmusen mit Menschen kann ihm schaden. Nämlich dann, wenn es häufig bedrängt wird und auch an seinem Rückzugsort, wie beispielsweise in seinem Körbchen oder seinem Käfig, keine Ruhe findet. Manche Tierarten wiederum fühlen sich nur in Gesellschaft ihrer Artgenossen wohl und sollten nicht einzeln gehalten werden. Auch ein Mensch kann ihnen dieses Bedürfnis nicht ersetzen, nur weil er sich ausgiebig mit ihnen beschäftigt. Solche Tiere bewusst einzeln zu halten, damit sie sich womöglich stärker auf ihren menschlichen Gefährten fixieren und bereitwilliger dessen Schmuseeinheiten annehmen, kann zu Verhaltensauffälligkeiten führen. Vorsicht ist auch in Haushalten mit Kindern geboten, denn sie verfügen häufig noch nicht über das notwendige Feingefühl im Umgang mit Tieren. Besonders kleine und zierliche Tiere können unter den stürmischen Knuddelattacken jüngerer Kinder leiden oder dabei sogar Verletzungen davontragen. Hier sollte immer eine erwachsene Aufsichtsperson in der Nähe sein und das Kind zu einem respektvollen und vorsichtigen Umgang mit dem Haustier anleiten.

Tierkind vs. Tierheimbewohner – Ein Herz für einsame Schnauzen

Voller Vorfreude machst du dich daran, einen seriösen Züchter zu finden, denn dein neues Haustier soll auf jeden Fall ein Tierkind sein. Schließlich sind Welpen, Küken und Co. einfach zum Anbeißen und du möchtest unbedingt einen niedlichen kleinen Kerl haben, dem du alles Wichtige selber beibringen kannst. Und tatsächlich entsteht bei einer so frühen Bindung meist ein sehr inniges Verhältnis zwischen dem vernarrten Tierhalter und dem tapsigen, liebesbedürftigen Haustier. Dennoch solltest du es in Erwägung ziehen, dich auch in nahe gelegenen Tierheimen umzuschauen. Besonders, wenn du viel Wert auf ein anhängliches Tier legst, das gerne mit dir kuschelt, hast du hier gute Chancen, deinen passenden Weggefährten zu finden. Denn viele Tierheimbewohner verzehren sich nahezu nach menschlicher Nähe und liebevollen Streicheleinheiten und sind unendlich dankbar, wenn sie ein neues Zuhause finden. Außerdem kann das Pflegepersonal dir schon wichtige Hinweise zum Wesen des jeweiligen Tieres geben und du bekommst so die Möglichkeit, zu entscheiden, ob ihr beide harmonieren könntet. Ein weiterer Vorteil ist natürlich auch, dass die meisten ausgewachsenen Tiere bereits stubenrein sind, gewisse Grundkommandos kennen oder das Leben in einem Haushalt gewohnt sind. Neben aller Vernunft muss letztlich dein Herz entscheiden, welchem Tier du für die nächsten Jahre einen liebevollen Platz in deinem Zuhause geben möchtest. Denke bitte nur daran, dass das Kuscheln mit deinem neuen Freund zwar ein sehr schöner, aber dennoch nur ein kleiner Bestandteil dessen ist, was mit der Verantwortung, die du für dieses Lebewesen übernimmst, auf dich zukommt.

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