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Alleinerziehend und kein Partner in Sicht? Daran kann es liegen

Alleinerziehend und kein Partner in Sicht? Daran kann es liegen

Alleinerziehende Väter und Mütter haben es oft schwerer einen Partner oder eine Partnerin zu finden als Menschen ohne Kinder. Schließlich müssen sie einer Person begegnen, die nicht nur sie liebt, sondern auch ihr Kind akzeptiert, gern hat und gut zu ihm ist. Dass es zu wenige solcher Menschen gibt, ist dann oft das traurige Resümee alleinerziehender Elternteile, die sich einen Partner wünschen, aber keinen finden. Doch ist diese Schlussfolgerung wirklich richtig oder gibt es möglicherweise doch noch weitere Gründe, warum Alleinerziehende manchmal vergebens nach einer Freundin oder einem Freund Ausschau halten? Um das Ganze abzukürzen: Ja, die gibt es. Und sie haben oft weitaus mehr mit der eigenen Einstellung zu tun als mit der Tatsache, dass es zu wenige potenziell passende Partner gibt.

Du bist alleinerziehend und findest keinen Partner? Wir erklären dir, woran es liegen kann.

Du hast Angst, deinem Kind zu schaden

Dein Kind steht für dich an erster Stelle und selbstverständlich tust du alles dafür, dass es glücklich ist. Vielleicht bist du dir nicht sicher, ob es einen neuen Partner an deiner Seite akzeptieren würde und befürchtest, dass es eifersüchtig sein könnte. Womöglich möchtest du aber auch verhindern, dass es noch einmal eine Trennung durchleben muss, falls auch deine neue Beziehung in die Brüche gehen sollte. Und letztlich kann dir niemand garantieren, dass dein neuer Freund oder deine neue Freundin so einfühlsam mit deinem Kind umgeht, wie du es dir wünschen würdest. Deshalb kann es sein, dass du es dir aus Angst, deinem Kind zu schaden, nicht erlaubst, dich in jemanden zu verlieben.

Du befürchtest, dass Patchwork zu anstrengend ist

Einerseits stehst du einem neuen Partner, der selbst schon Kinder hat, offen gegenüber. Schließlich wüsste so ein Mann oder solch eine Frau genau, wie es ist, alleinerziehend zu sein und hätte vermutlich großes Verständnis für deine Lebensumstände. Andererseits verbindest du mit dem Begriff Patchwork den Gedanken, dass eine zusammengewürfelte Familie ziemlich anstrengend sein muss. Hier müssen sich nicht nur zwei Menschen kennenlernen und zusammenfinden, sondern gleich mehrere. Außerdem erfordert der Alltag als Patchwork-Familie manchmal starke Nerven und einiges an Organisationstalent. Ob du dazu bereit bist, dieses Wagnis auf dich zu nehmen, weißt du noch nicht so genau.

Du möchtest nicht wieder enttäuscht werden

In der Vergangenheit musstest du schon eine große Enttäuschung wegstecken. Die Beziehung zum anderen Elternteil deines Kindes hat nicht gehalten. Eine neue Partnerschaft zu beginnen, würde bedeuten, dass du das Risiko eingehst, erneut enttäuscht zu werden. Jetzt, wo deine alten Wunden einigermaßen verheilt sind und du dich mit deinem Leben als alleinerziehende Mutter oder alleinerziehender Vater ganz gut arrangiert hast, befürchtest du, dass es ein Fehler sein könnte, deine wiedererlangte Lebensfreude aufs Spiel zu setzen.

Du gönnst dir kein neues Liebesglück

Vielleicht konntest du mit deiner Vergangenheit bisher noch nicht richtig abschließen. Irgendwo schlummert da noch die Hoffnung in dir, dass es ein Liebescomeback mit der Mutter oder dem Vater deines Kindes geben könnte. Oder du kannst dir nicht verzeihen, dass du in deiner vorherigen Beziehung einige Fehler begangen hast und hast das Gefühl, dass du mehr hättest dafür tun können, damit dein Kind mit beiden Elternteilen aufwächst. Solange dich solche Überlegungen plagen, kannst du dich nicht auf ein neues Liebesglück einlassen.

Du bist unsicher, ob ein Partner in dein Leben passt

Wenn du schon eine ganze Weile alleine mit deinem Kind lebst, habt ihr beide einen eingespielten Rhythmus. Ein neuer Partner könnte diesen Rhythmus durcheinanderbringen. Außerdem müsstest du in eine Beziehung Zeit investieren, die du momentan – so empfindest du es zumindest – nicht übrig hast. Also verschiebst du deine Partnersuche unbewusst auf einen späteren Zeitpunkt, weil du glaubst, dass ein Partner jetzt einfach noch nicht in dein Leben passt.

Du pauschalisierst zu viel

Frauen sind alle gleich und Männer sowieso. Obwohl du es eigentlich besser weißt, scherst du alle Menschen über einen Kamm. Mit deinem Ex-Partner oder deiner Ex-Partnerin hat es nicht geklappt, weil er oder sie bestimmte Eigenschaften hat, die du auch bei anderen Menschen vermutest. Du wünschst dir zwar, dass es anders ist und möchtest auch fest daran glauben, aber es will dir einfach nicht gelingen. Du brauchst nicht noch einmal jemanden in deinem Leben, der dich schlecht behandelt oder sich nicht wirklich für deine Bedürfnisse interessiert.

Die Guten sind schon alle vergeben

Menschen sind aus den unterschiedlichsten Gründen Single. Manche hatten Pech in der Liebe, andere haben ihren Partner durch einen Unfall verloren und wieder andere haben einfach noch niemanden gefunden, der zu ihnen passt. Trotzdem glaubst du, dass die “guten“ Frauen und Männer schon alle vergeben sind und für dich allenfalls nur noch ein paar Problemfälle zur Auswahl stehen. Wenn du ehrlich zu dir bist, ist deine Denkweise ein Widerspruch in sich  – oder zählst du dich selbst nicht zu den Guten?

Wie du siehst, scheitert deine Partnersuche vermutlich nicht daran, dass du bereits ein Kind hast, sondern vielmehr daran, dass dich unterschiedliche Ängste und Sorgen davon abhalten, dich auf jemanden einzulassen. Obwohl du gerne einen einfühlsamen Partner oder eine liebevolle Partnerin hättest, wirst du Single bleiben, solange du dich nicht innerlich wirklich bereit dazu fühlst, eine Beziehung einzugehen. Eine neue Partnerschaft birgt immer das Risiko in sich, dass sie anders ist, als man es sich wünscht und dass sie vielleicht auch wieder auseinandergeht. Dieses Risiko erscheint dir zurzeit vielleicht noch zu hoch und deshalb stehen die möglichen Probleme, die du dir mit einem neuen Partner oder einer neuen Partnerin aufhalsen könntest, für dich im Vordergrund. Vergiss aber auch nicht, dass eine Beziehung dir viel Positives bieten kann. Die Zuneigung, der Halt und die Unterstützung eines Partners könnten dich stärken und glücklicher machen, wovon letztlich auch dein Kind profitiert. Nur du alleine kannst entscheiden, ob der Zeitpunkt für dich schon reif ist, eine neue Liebe in dein Leben zu lassen. Der Unterschied zu kinderlosen Singles besteht einzig darin, dass du jemanden finden musst, der nicht nur zu dir, sondern auch zu deinem Kind gut ist. Dass das durchaus möglich ist, ist dir in deinem tiefsten Inneren bereits bewusst.

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