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Achtsamkeit in Pandemiezeiten – so bleibt deine Seele heil

Achtsamkeit in Pandemiezeiten – so bleibt deine Seele heil

Wie stark leidest du unter den Folgen der Corona-Krise? Plagen dich Ängste und Sorgen? Erträgst du nur schwer die soziale Isolation und den Mangel an Kontakten zu den Personen, die dir am Herzen liegen? Jeder Mensch geht mit extremen Stresssituationen anders um. Viele neigen dazu, sich Ablenkung zu suchen und versuchen durch übermäßigen Fernsehkonsum, Frustessen oder andere Tätigkeiten, die ihnen im Grunde nicht guttun, ihre düsteren Gedanken beiseitezuschieben. Doch Verdrängung hilft nur kurzzeitig und führt dazu, dass auf Dauer unsere Seele leidet. Eine viel bessere Methode, gut durch die Pandemiezeit zu kommen, ist, sich in Achtsamkeit zu üben.

Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit hat in unserem “normalen“ Alltag oft nur wenig Raum. Wir hetzen von Termin zu Termin, erledigen pflichtbewusst eine Aufgabe nach der anderen und sind rund um die Uhr mit etwas beschäftigt. Vieles davon geschieht sozusagen “im Vorbeigehen“ als Teil eines Programms, das wir einfach abspulen. Achtsam zu sein bedeutet, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren, das gerade Erlebte oder die Tätigkeit, die man gerade ausführt, bewusst und mit allen Sinnen wahrzunehmen. Achtsamkeit setzt also voraus, dass man sich mit sich selbst und seinen Gedanken verbindet und in sich hineinspürt. Dadurch verändert sich unsere Wahrnehmung.

Wie kann Achtsamkeit dir in Pandemiezeiten helfen?

Gerade jetzt, wo viele von uns aufgrund der Pandemie mehr Zeit zur Verfügung haben als sonst, versuchen wir unsere Ängste und trüben Gedanken durch Ablenkung zu vertreiben. Schließlich kann es nicht sonderlich hilfreich, sich permanent mit ihnen zu beschäftigen. Daher erscheint Achtsamkeit dir als zuverlässiger Helfer in Pandemiezeiten vielleicht eher als kontraproduktiv. In Wirklichkeit ist das Gegenteil aber der Fall. Denn gerade jetzt ist es besonders wichtig, seine Gedanken auf das Positive im Leben auszurichten und herauszufinden, was einem in diesen schweren Zeiten guttut. Achtsamkeit hilft dir dabei, deinen Fokus auf dich selbst auszurichten und so gezielt dein Wohlbefinden zu stärken. Indem du deine Gefühle – die positiven wie auch die negativen – bewusst wahrnimmst, gewinnst du die Kontrolle über sie zurück und versetzt dich selbst in die Lage, zu bestimmen, was sie in deinem Inneren bewirken.

5 einfache Wege, um durch Achtsamkeit in Pandemiezeiten deine Seele zu schützen

Achtsamkeit zu erlernen setzt einiges an Geduld und Übung voraus. Nicht umsonst gibt es bestimmte Techniken, an die man sich in einem speziellen Achtsamkeitstraining heranführen lassen kann. Doch schon durch kleine Veränderungen in deinem Verhalten kannst du Achtsamkeit ganz einfach in deinen Alltag integrieren und von ihrer Wirkung profitieren.

1. Lasse nicht ungefiltert alles auf dich hereinprasseln

Um uns abzulenken, lassen wir gerne mal den Fernseher oder das Radio im Hintergrund laufen oder blättern gedankenverloren in der Tageszeitung herum. Dabei gibt es aber zurzeit ein Stichwort, das unsere Aufmerksamkeit geradezu magisch anzieht, sobald es irgendwo fällt: Corona. Wenn du bemerkst, dass die ständigen Schreckensmeldungen rund um die Pandemie dich innerlich aufwühlen, solltest du versuchen, deinen Nachrichtenkonsum bewusst zu reduzieren. Natürlich ist es wichtig, über die aktuellen Geschehnisse auf dem Laufenden zu bleiben. Das bedeutet aber nicht, dass du sie den ganzen Tag ungefiltert auf dich einprasseln lassen musst. Entscheide bewusst, wann und für wie lange du dir Zeit dafür nehmen möchtest und dann wende dich wieder anderen Themen zu. Gleiches gilt übrigens auch für Gespräche mit Bekannten, der Familie oder Freunden. Du darfst dich bewusst aus Gesprächen zurückziehen, die deine Stimmung drücken und dein negatives Gedankenkarussell antreiben.

2. Stelle deine Bedürfnisse in den Vordergrund

Die eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen und gut für sich zu sorgen hat nichts mit Egoismus zu tun. Wenn du Familie, Kinder oder andere Angehörige hast, um die du dich kümmern musst oder vielleicht aktuell in deinem Job besonders gefordert bist, ist es umso wichtiger, dass es dir selbst dabei gut geht. So kannst du allem bestmöglich gerecht werden, ohne dabei auszubrennen. Bestmöglich bedeutet dabei, dass du deine Ansprüche an dich selbst überprüfen solltest und darauf achten, dass du dich selbst nicht vergisst. Denke daran, genügend zu trinken, dich gesund zu ernähren und ausreichend zu schlafen. Nimm dir Zeit für Sport und Bewegung, wenn dir danach ist und erlaube dir auch einmal faul zu sein. Selbst wenn du aufgrund der Pandemie jetzt mehr Zeit zu Hause verbringst als üblich, bedeutet das nicht, dass du dich immerzu mit etwas beschäftigen musst. Wenn du müde bist und dich ausgelaugt fühlst, leg dich hin und ruhe dich aus.

3. Sorge für genügend Wohlfühlmomente

Kleine Wohlfühlmomente helfen dir, deinen Stresspegel zu senken. Am leichtesten lassen sie sich herbeizaubern, indem du deine Sinne gezielt ansprichst. Höre Musik, die du liebst, trage einen Duft auf, der dir gefällt und verwöhne deinen Gaumen mit deinem Lieblingsessen. Wenn du morgens den Kleiderschrank öffnest, wähle etwas aus, indem du dich wohlfühlst und gönne dir öfter mal ein entspannendes Bad oder eine beruhigende Massage – ob alleine oder zusammen mit deinem Partner. Verbanne optische Störquellen aus deiner Umgebung, wenn sie dich nerven. Das kann ein Bild an der Wand sein, das dir noch nie so richtig gefallen hat oder auch die hässliche Vase, die deine Tante dir geschenkt hat. Und besonders wichtig: Erschaffe dir Flow-Momente. Das sind Augenblicke, in denen du sich voller Hingabe mit etwas beschäftigst, das du so gerne tust, dass es deine ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht und die Zeit dabei im Nu verfliegt.

4. Rücke durch Dankbarkeit das Positive in den Vordergrund

Wenn uns etwas bedrückt, geschieht es leicht, dass wir all das Positive in unserem Leben aus den Augen verlieren. Dabei kann Dankbarkeit uns helfen, unsere innere Stärke zu aktivieren und neuen Mut zu fassen. Deshalb ist es gerade in Pandemiezeiten wichtig, dass du dir all das Gute, das du schon erreicht hast und das dich in deinem Leben begleitet, immer und immer wieder in Gedächtnis rufst. Dazu kannst du dir eine Collage mit Bildern basteln oder dir abends einfach ein paar Minuten Zeit nehmen und die Dinge, für die du an diesem speziellen Tag oder im Allgemeinen besonders dankbar bist, aufschreiben.

5. Verbinde dich mit dir selber

Eine achtsame Haltung erfordert natürlich nicht nur, dass du dich hingebungsvoll mit den Dingen, die angenehme Gefühle in dir auslösen, beschäftigst. Auch all die Themen, die dich belasten und unangenehme Emotionen in dir hervorrufen, dürfen einen Raum in deinem Leben einnehmen. Denn nur so lernst du, mit ihnen umzugehen und verhinderst, dass sie dauerhaft deiner Seele schaden. Verbinde dich also bewusst mit allen deinen Gefühlen und nimmt dir Zeit, dich ganz auf dich zu besinnen. Dafür kannst du dich ein paar Minuten in einen stillen Raum zurückziehen und dich ganz auf deinen Atem konzentriert. Oder mache einen Spaziergang in der Natur, bei dem du deinen Blick schweifen lässt und bewusst wahrnimmst, was in dir vorgeht. Setze dich mit deinen negativen Gefühlen auseinander und versuche sie rational zu betrachten. Wie wahrscheinlich ist es, dass die Dinge, vor denen du dich fürchtest, tatsächlich eintreten und wie kannst du dich verhalten, wenn es wirklich so kommen sollte? Indem du dich aktiv mit deinen Ängsten auseinandersetzt, anstatt sie zu verdrängen, verlieren sie ihren Schrecken.

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