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3 Fehler im Umgang mit Geld, die eine Beziehung gefährden

3 Fehler im Umgang mit Geld, die eine Beziehung gefährden

Bei Geld hört die Freundschaft auf, so heißt es. Doch wie steht es um die Liebe, wenn das nüchterne Thema Finanzen bei Paaren auf den Tisch kommt? Und welche Fehler sollte man vermeiden, damit Geld nicht irgendwann zum Streitthema Nr. 1 wird und die Beziehung ernsthaft gefährdet?

Am Anfang einer neuen Liebe scheint alles noch unkompliziert. Man verabredet sich, geht gemeinsam essen und teilt sich die Rechnung. Oder einer von beiden lädt den anderen ein und macht sich keine Gedanken darüber, ob er möglicherweise mehr für die gemeinsamen Unternehmungen ausgibt als der andere. Wenn das erste Hochgefühl der Verliebtheit etwas nachlässt und die Beziehung langsam ernstere Formen annimmt, ist es jedoch an der Zeit, offen über Geld zu sprechen. Denn spätestens, wenn ein Paar gemeinsame Anschaffungen plant oder zusammenzieht, muss geklärt werden, wer welche Kosten übernimmt.

Fehler Nr. 1: Zu spät anfangen, über Geld zu sprechen

Für Frischverliebte ist Geld häufig ein Tabuthema. Neben all den überschwänglichen Emotionen und romantischen Gefühlen an so etwas Nüchternes wie Geld zu denken, fällt den meisten Menschen schwer. Deshalb entscheiden sie sich unbewusst dazu, erst einmal nicht über finanzielle Aspekte in ihrer Beziehung zu reden. Je länger dieser Zustand jedoch anhält, desto stärker scheuen beide Partner davor zurück, das Thema Geld irgendwann doch anzusprechen. Meistens allerdings nur solange, bis einer von beiden sich benachteiligt oder gar vom anderen ausgenutzt fühlt. Mit diesem Eindruck eine Diskussion zu beginnen, führt aber unweigerlich dazu, dass der Partner oder die Partnerin sich vor den Kopf gestoßen fühlt, da er oder sie bis dato nichts von der Unzufriedenheit des anderen geahnt hat. Dabei wäre es so einfach, von Anfang an offen mit dem Thema Geld umzugehen. Das kann schon mit dem ersten Date beginnen, indem einer von beiden den Mut aufbringt, den anderen zu fragen, wie man mit der Begleichung der Rechnung verfahren soll. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass ein Partner von sich aus den Wunsch äußert, die Zahlung zu übernehmen. In jedem Fall verhindert ein solches Verhalten peinliche Situationen, wenn der Kellner mit der Rechnung naht und ermöglicht es beiden, schon einen ersten Eindruck von der Denkweise und Einstellung der oder des Liebsten zu erlangen.

Fehler Nr. 2: Davon ausgehen, dass der Partner die gleichen Vorstellungen hat

Unsere Einstellung zu Geld und Finanzen wird schon durch unser Elternhaus geprägt. Ob wir eher sparsam sind oder gerne etwas mehr für Dinge ausgeben, die uns gefallen, hängt aber unter anderem auch von unserem Charakter und den uns zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln ab. Hinzu kommen noch Erfahrungen, die uns in die eine oder andere Richtung prägen. Wenn wir eine Beziehung beginnen, gehen wir leider oft leichtfertig davon aus, dass der oder die andere im Umgang mit Geld ähnliche Vorstellungen hat, wie wir sie haben. Dass das aber häufig ein Trugschluss ist, fällt den meisten Paaren erst später auf. Solange beide noch getrennt leben und ihren Lebensunterhalt eigenständig bestreiten, wundern sie sich allenfalls über den scheinbaren Geiz oder die verschwenderische Lebensweise der Freundin oder des Freundes. Wenn es aber daran geht, ein gemeinsames Leben zu gestalten und Tisch und Bett zu teilen, treten häufig die ersten Probleme auf. Deshalb ist es wichtig, sich mit den Ansichten des Partners so früh wie möglich auseinanderzusetzen, Verständnis zu zeigen sowie die Bereitschaft aufzubringen, einen gemeinsamen Mittelweg zu finden. Beide sollten es vermeiden, den anderen für seine Einstellung zu verurteilen oder zu versuchen, ihn umzuerziehen. Besser ist es, klare Regeln aufzustellen und beispielsweise eine Haushaltskasse zu führen, ein gemeinsames und jeweils ein separates Konto zu eröffnen oder festzulegen, wer für welche finanziellen Verbindlichkeiten aufzukommen hat. Dabei sollten sich beide Partner mit den getroffenen Vereinbarungen wohlfühlen und dem jeweils anderen einen gewissen Freiraum lassen, über einen Teil des zur Verfügung stehenden Geldes ganz allein zu entscheiden, ohne sich für die getätigten Investitionen rechtfertigen zu müssen.

Fehler Nr. 3: Schweigen aus Angst davor, den anderen zu verletzen

Häufig vermeiden es Männer und Frauen, mit ihren Partnern oder Partnerinnen über Geld zu sprechen, weil sie befürchten, dass sie einander verletzen könnten. Denn über jeder Beziehung schwebt die unausgesprochene Frage, wie viel die jeweiligen Partner bereit sind, in sie zu investieren. Vordergründig geht es dabei meistens um Gefühle wie Zuneigung, Geduld, Vertrauen oder gegenseitige Fürsorge und Aufmerksamkeit, die man einander schenkt. Doch auch Geld spielt hier eine Rolle. Anders als Gefühle kann man dieses jedoch sehr genau und real berechnen, aber kaum mit Emotionen und Taten, die aus Liebe geschehen, verrechnen. So passiert es, dass beispielsweise ein Partner dem anderen von Herzen gerne Geschenke macht und sich diese auch etwas kosten lässt. Für den anderen zählen aber vielleicht liebevolle Gesten weitaus mehr, nur wird es sich schwer damit tun, dies dem Schenkenden zu gestehen, weil er befürchtet, dass dieser ihn für undankbar halten könnte. Andere befürchten, dass wenn sie versuchen, ihrem Partner zu verdeutlichen, dass sie für eine gerechte Kostenaufteilung in der Beziehung sind, dieser sie für kleinlich oder lieblos halten könnte. Diese und weitere Gründe führen dazu, dass Mann und Frau viel zu selten über das Thema Geld sprechen und innerlich oft eine große Unzufriedenheit aufbauen, die irgendwann in einem Konflikt mündet, der zu Streitereien und möglicherweise auch zum Ende der Beziehung führen kann.

Fazit: Paare müssen einen individuellen Weg finden, mit dem Thema Geld umzugehen

So unromantisch der Gedanke an Geld auch erscheinen mag, Paare sollten nicht versuchen, das Thema Finanzen dauerhaft zu meiden. Nicht nur, dass der Zeitpunkt, an dem ein Gespräch über Geld unvermeidlich wird, mit Sicherheit kommen wird, sie lassen sich so auch die Chance entgehen, den eigenen Partner intensiver kennenzulernen. Denn unser Umgang mit Geld verrät einiges über unsere Erwartungen und unseren Blick auf das Leben im Allgemeinen. Wie in den meisten Bereichen einer Beziehung gilt aber auch hier: Es gibt kein richtig oder falsch. Ob einer der Partner mehr im Haushalt tut, während der andere sich dafür stärker beruflich engagiert oder ob man sich für eine gemeinsame oder lieber getrennte Kassen entscheidet – wie auch immer das Finanzmodell innerhalb der Beziehung gestaltet wird, richtig ist, womit sich beide wohlfühlen.

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